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Das steht an

Lokalöffnung Oktober bis April

Unser Lokal ("Quetschebudche") ist von Oktober bis April jeden ersten Freitag im Monat ab 17 Uhr bis 23 Uhr und jeden Sonntag von 10 bis 13 Uhr geöffnet.

Gesonderte Feiertagsregelungen:

  • Allerheiligen ist geschlossen, dafür ist der darauffolgende Freitag geöffnet.

Sammelbestellung für Obstgehölze

Der Obst- und Gartenbauverein Erbach nimmt ab dem 1. Oktober, bis zum 22. Oktober jeden Dienstag von 15 bis 18 Uhr in seinem Vereinsheim, Steinbachstraße 64, Bestellungen von Obstbäumen entgegen. Es handelt sich dabei um eine Sammelbestellung mit Unterstützung durch den Kreisverband. Eine Liste der angebotenen Sorten mit den Preisen liegt im Vereinsheim zur Einsicht aus.

... oder wo die Liebe zum Obstbaum so hinfährt: Manche fahren für ein Abenteuer nach Patagonien, wir zum Gehölzschnitt nach Bassenheim

Baum vor Schnitt 20160312
Am 12. März 2016 fand das 1. Obstbaumschnitt Symposium RLP in Bassenheim bei Koblenz statt. Hier zeigten und erklärten erfahrene Baumpfleger den Erhaltungsschnitt an älteren Apfelbäumen. Veranstalter waren die Interessengemeinschaft Streuobst Rheinland-Pfalz, die Schnittschule am Mittelrhein und der Pomologenverein.

Ehrensache, dass das bewährte Baumschnittteam vom OGV Homburg-Erbach daran teilnahm.

Eigentlich sollte diese Veranstaltung in Bad Sobernheim stattfinden, wurde dann aber in das entfernte Bassenheim verlegt. Also hieß es am Freitag Auto packen, am Samstagmorgen früh raus aus den Federn und ab auf die Autobahn. Selbstgetrocknete Apfelscheiben, ein köstlicher Kräutersud und gute Laune verkürzten die lange Fahrt.

Die letzten zwei Kilometer bis zum Ziel stellten die ersten großen Herausforderungen an Material und Mensch:
Die tief ausgewaschenen und ausgesetzten Fahrspuren zwischen den Obstplantagen kosteten viel Umsicht und Koordinierungsarbeit. Mit dem beladenen Kombi war das echt mühselig.

Dann vor Ort die nächste Herausforderung: Eiskalten Nord-Ost-Wind, bewölkter Himmel und keinerlei Schutz vor der Kälte auf dem Höhenrücken. Die Kälte kroch sofort unter die Kleidung.

Dafür endschädigte die freundliche Begrüßung, der Ausblick und die Freude mit Gleichgesinnten an den alten Bäumen zu arbeiten. Ein Rotmilan nutzte geschickt die bescheidene Thermik und zog erhebend seine Kreise.

Nach der offiziellen Begrüßung des bunt gemischten Publikums wurde die so genannte Streuobstallee, eine lange Reihe ca. 30 Jahre alter Apfelbäume, kurz begutachtet und die Experten konnten sich einen Baum aussuchen, an dem sie arbeiten wollten. Die Bäume befanden sich allesamt in einem verwahrlosten Zustand, für uns allerdings ein gewohnter Anblick.

Kurt Kuhn suchte sich einen Baum aus, der mit unseren Schnittwerkzeugen vom Boden aus bearbeitet werden konnte.

Hier zeigte sich schon der Unterschied zwischen Laien und erwerbsmäßigen Baumpflegern.
Die einen hatten die üblichen Schnittwerkzeuge dabei und damit natürlich auch einen begrenzten Schnittradius. Die Profis kamen mit geländegängigen Transportmitteln, mit Kletterbühnen, Klettergeschirr und Motorsägen.

Es war sehr interessant, den Experten bei der Arbeit zuzuschauen, Fragen zu stellen und auch die Zielsetzungen zu erfahren. Aus den Antworten entstanden neue Fragen und so fand die Diskussion zu einem munteren Fortgang.

Baum nach dem SchnittDie Mittagspause bot Gelegenheit, sich in entspannter Runde auszutauschen und aufzuwärmen. Das schöne Restaurant "Zum Hirsch" in Bassenheim war an dem Tag extra für uns geöffnet und die größten Tische für uns reserviert.

Nach der Mittagspause kam es zum großen Rundgang: Am Umfang des Baumschnitts konnte direkt der Profi (bzw. Erwerbsbauer) erkannt werden: Die Schnittmasse war enorm, der Baumschnitt schon sehr mutig.

Der Hobbyobstbauer bzw. Naturliebhaber "schleicht" bekanntlich öfter im Jahr um seine wenigen Bäume. Hier waren die Eingriffe deutlich zurückhaltender.

Bei aller Unterschiedlichkeit in der Bearbeitungsmethode hatten die Experten etwas gemeinsam:
Alle waren Anhänger des Konzepts der Oeschbergkrone und versuchten Licht in die Krone zu bringen. Leider boten die vorhandenen Bäume nicht die besten Voraussetzungen zur Demonstration des Konzeptes, man brauchte schon viel praktische Erfahrung bzw. Fantasie um aus dem Ist-Zustand die Zielsetzung erkennen zu können.

Am Schluss waren wieder alle Experten vereint: Keiner kürzte den Baumwipfel zurück und viele Fruchtspieße durften in der Krone verbleiben, sie laden zum fruchtbaren Erblühen ein. Eine übermäßige Wuchsreaktion oder ein Ernteausfall ist auf diesen Schnitt nicht zu erwarten. Das Ergebnis der Schnittaktion wurde von einer Teilnehmerin in einem kurzen Satz zusammengefasst: "Es liegt sehr viel Reisig unter den Bäumen, an den Kronen sieht man aber nicht das etwas fehlt!" So meinen wir das auch: Der Baum sollte gar nicht merken, dass ihm etwas abgenommen wurde.
Es ist angedacht, die Aktion an denselben Bäumen zu wiederholen bzw. eine Zwischenmaßnahme im Sommer durchzuführen. Erst so kann man die Reaktion der Bäume auf den Schnitt verfolgen und den Umbau der Baumkronen zur Oeschbergkrone beobachten. Mit einem Sommerschnitt erspart man sich bekanntlich sehr viel Arbeit.

Nicht sichtbar, aber trotzdem von besonderer Bedeutung, waren die Kontakte zwischen den Teilnehmern aus der Großregion. Wir hoffen, dass das Symposium Nachahmer in anderen Regionen findet.
In direkter Nachbarschaft zu der Baumallee befand sich eine Holunderplantage, die gerade geschnitten war. Wir sammelten nach der Veranstaltung ein paar Ruten ein, die ja bestens zum Bau von Insektenhotels geeignet sind.

Als Fazit bleibt wieder mal der alte Spruch: Wer eine Reise tut, hat viel zu berichten.
Am Schluss und damit besonders zu erwähnen: Danke an die Organisatoren, die mit der geballten Hilfe der Familienmitglieder diese Veranstaltung stemmten!

Weitere Einzelheiten finden Sie auf:
http://www.streuobst-rlp.de/obstbaumschnitt-symposium.html

Buchempfehlung zur Formierung einer Oeschbergkrone:
"Obstgartenhandbuch für Selbstversorger" unseres OGV-Kollegen Kurt Kuhn

Doris Müller-Pohl
Mitglied im OGV Erbach

Pfeil-rechts.gif Vorher-nachher-Ansicht eines geschnitten Baums

Veranstaltungsübersicht

2019

Heringsessen

6. Mrz.

18 Uhr

Frühjahrs-
schnittkurs Theorie

4. April
 19 Uhr

Frühjahrs-
schnittkurs Praxis

6. April. 10 Uhr
Mitgliederver-
sammlung
7. Apr. 15 Uhr

Biergarten-
eröffnung

3. Mai

17 Uhr

Quetschebudche-
fest

16. Juni

10 Uhr

Kräuterwanderung 3. Juli 17 Uhr
Sommerschnittkurs
Praxis (Kurt Kuhn)
5. Juli 17 Uhr

Kerwe

5. Aug.

10 Uhr

Beginn
Apfelsaftsaison

7. Sep.

9 Uhr

Besuche deinen Saftladen
(Tag der offenen Tür)

15. Sep.

11 bis 18 Uhr

Bockbierfest

16. Nov.

18 Uhr

Erbacher
Weihnachtsmarkt

7./8.12.

14 Uhr

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